Schneeweißchen und Rosenrot (UA)
Jan Radermacher nach den Gebrüdern Grimm mit Musik von Timo Riegelsberger

Brüder Grimm Festspiele Hanau
Premiere am 04. Juli 2021

Regie Dennis Krauß
Bühne Hans Winkler
Kostüme Ulla Röhrs
"[…] Autor Jan Rademacher und Regisseur Denis Kraus nehmen für das Familienstück der Festspiele unter dem Dach des Amphitheaters jede Menge Anleihen aus dem Fantasy-Klassikern und machen auch keinen Hehl daraus. Spätestens mit dem Auftritt des selbsternannten Zwergenkönigs, Gorm Zwirbelstock, sind die ausgiebigen Spielzitate nicht mehr zu übersehen. […] Den Kindern unter den Zuschauern mögen diese Feinheiten entgehen, ihren Spaß an der Inszenierung werden sie gleichwohl haben. Gesangsduette, der Schwestern, Musik und Tanz, ein so wandelbares wie talentiertes Ensemble, die unglaublichen Kostüme aus der Kreativwerkstatt von Ulla Röhrs sowie die magische Welt mit Zwergen, Elfen und Waldgeistern können Alt und Jung begeistern. Für magische Momente sorgt nicht nur das einfallsreiche Bühnenbild von Hans Winkler, sondern auch das Spiel mit leuchtenden Farben, vor allem bei beginnender Dämmerung."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (Rhein-Main), 18. JULI 2021
"[…][Das Stück] unter der Regie von Dennis Krauß überzeugt durch witzige Dialoge, eingängige Lieder und spielfreudige Darsteller. Die Begeisterung […] ist bei Zuschauern und Festspiel-Team […] zu spüren. […] Lob an Autor Jan Radermacher, der mit vielen witzigen Einfällen punkten kann. […] Ein echter Hingucker sind wie immer die Kostüme von Ulla Röhrs. […] Kristina Willmaser überzeugt als zaghaftes Schneeweißchen […] Annalisa Stephan gibt das übermütige Rosenrot […]. Die beiden ergänzen sich perfekt, auch stimmlich: Die zweistimmigen Gesangsduette der Schwestern gehen unter die Haut, […]. Herausragend ist der Part des Zwergenkönigs Gorm, gespielt von der kernigen, gesangsstarken Barbara Krabbe. […] Detlev Nyga hinterlässt Eindruck in einer Nebenrolle: […] Benedikt Selzner und Nadine Buchet amüsieren als Waldgeister und Claudia Brunnert gibt die kräuterkundige Mama Nann […] Fazit: Das kunterbunte Spektakel für die ganze Familie ist den Besuch […] definitiv wert."
HANAUER ANZEIGER, 08. JULI 2021
"[…]Jan Radermacher […] will die Diversität und Gemeinsamkeiten […] beleuchten. [...] „wie kann es ein Miteinander trotz größter Unterschiede geben? Warum macht uns der Gegensatz zu unserem altbekannten oftmals Angst?“ So wird „Schneeweißchen und Rosenrot“ zwar zu einer nachdenklichen und lehrreichen Geschichte, […] rustikal von Dennis Krauß inszeniert […] machen viele Slapsticks, Gags, Gesänge und einige Tänze das Stück zur unterhaltsamen Burleske, die keinesfalls in Klamauk abgleitet. Das Spiel der Akteure auf der sich häufig verändernden Bühne ist bewusst […] wie in alten Stummfilmen; eindrucksvoll sind die gelungenen Rollenwechsel einiger Mimen. Bei der Premiere gab es viel Szenenapplaus – es wurde klar, dass diese Märcheninterpretation […] ein Familienstück ist, das jüngere Kinder ebenso vergnügt und zum Jubeln bringt wie die Erwachsenen."
FULDAER ZEITUNG, 08. JULI 2021
"[…]Eine zauberhafte Welt, zwei starke Frauen und jede Menge Humor: „Schneeweißchen und Rosenrot“ erfüllte […] alle Erwartungen. […] Gesang, Lachen und viel wohlverdienter Applaus […] Neben dem puristischen und doch dramatischen Bühnenbild von Hans Winkler und den bezaubernden Kostümen von Ulla Röhrs sind die humorvollen Stellen des Stücks unvergesslich: allen voran das Spiel von Barbara Krabbe als unwirschem Zwerg […] und von Marcus Abdel-Messih als unsicherem zweitgeborenem Prinzen. Sehr gelungen auch die erste musikalische Begegnung von Schneeweißchen und Prinz Tristan, […] Kristina Willmaser lässt [Florian Rast], stimmlich stets brillant, gekonnt abblitzen: […] Die schwungvollen Musikstücke aus der Feder von Timo Riegelsberger sind ohnehin das i-Tüpfelchen auf dem fantastischen Reigen. Hierbei ist die Szene, in der Schneeweißchen von den Waldgeistern gefangen wird und diese ihr im Lord-of-the-Dance-Stil erklären, dass es überall auf der Welt Magie gibt, mit Sicherheit einer der Höhepunkte des Stückes."
GELNHÄUSER NEUE ZEITUNG, 8. JULI 2021